
Apulien Urlaub & Reisen:
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Weltkulturerbe geschützen Orte.
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In Bari, der Hauptstadt der Region Apuliens, sagt man: „Wenn Paris das Meer hätte, wäre es Klein-Bari“. Ist das nicht Überheblichkeit oder Hochmut? Aber nein, nur ein wenig Stolz (abgesehen von einem ausgeprägten Sinn für Humor). Stolz der Einwohner einer Stadt, die von Kunst und Geschichte, modernem Unternehmergeist und alt verwurzelter Kultur durchdrungen ist. Ehemals Brückenkopf zur griechischen Welt und zum Mittleren Osten, erlebte die Stadt Bari ihr goldenes Zeitalter während des Mittelalters. Von da an waren die Häfen Apuliens ein Bindeglied zum nahen Osten, der die Region in kultureller und architektonischer Hinsicht beeinflusste. Auch die Herrschaft Griechenlands über Süditalien, die „Magna Grecia“, hinterließ ihre Spuren. Viele der Häuser und Kirchen sind weiß gestrichen oder mit einer weißen Kalkschicht überzogen, während Kirchen und öffentlichen Gebäude griechische Stilelemente aufweisen.
Im Archäologischen Museum werden die alten Verbindungen zur griechischen Welt bezeugt. Die enge Verbindung zwischen Geschichte und der Kunst, welche Bari kennzeichnet, ist auch in anderen Städten Apuliens anzutreffen. In Brindisi, Andria, Barletta, Trani, Ruvo di Puglia, Lucera, Troia, Manfredonia, Otranto, Gallipoli wurden im Mittelalter unzählige Kathedralen errichtet. Aus späterer Zeit sind die herrlichenbarocken Bauwerke von Lecce. Im Archäologischen Museum von Taranto sind interessante Funde aus vergangenen Zeiten zu sehen. Alberobello in der Provinz Bari ist die Hauptstadt der Trulli, charakteristische runde weiße Häuser mit schiefen Schieferdächern, deren Form wahrscheinlich auf vorgeschichtliche Zeiten zurückgeht. Was die Naturwunder dieser Region betrifft, sind hier Gebirge, Wälder, Meer auf wunderbare Weise vereint. Ein besonderes Beispiel dafür ist das Gargano-Kap in der Provinz Foggia.
Im nördlichen Apulien liegt das wenig reizvolle Gebiet des „Tavoliere“, das hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt wird und nur für Liebhaber alter Burgen einige Schätze birgt.
Der „Gargano“, der Sporn des italienischen Stiefels, beeindruckt durch seine Schönheit und Vielseitigkeit. Das hügelige Land ist stellenweise dicht bewaldet während es an den Küsten noch wahre Traumstände gibt. In kleinen Buchten mit türkisblauem Wasser und feinem Sand kann man vor dem umwerfenden Panorama weißer Kalksteinklippen noch ungestört baden. Im seichten Wasser vor den „Isole Tremiti“, wo organisierte Bootsausflüge hinführen, kann man wunderbar schwimmen und tauchen.
Bei einem Apulien-Urlaub darf ein Besuch des Landesinneren der Region, des „Valle d'Itria“, nicht fehlen. In einigen der Städtchen tummeln sich die „Trulli“, runde Häuser aus Kalkstein, deren Herkunft der Wissenschaft immer neue Rätsel aufgibt. Diese netten Häuschen, die in einer mühsamen Trockenbauweise errichtet wurden, kommen ausschließlich in Apulien vor und sind äußerst sehenswert.
Auch die Städte Apuliens bieten ihren Besuchern eine abwechslungsreiche Kulisse. Viele der Küstenstädte lebten jahrhunderte lang vom Fischfang und vom Handel mit dem Orient und Griechenland. Spuren davon sind heute noch in Otranto, das wunderschöne Mosaiken aufbewahrt, zu sehen.
Andria – Wurde 1046 von Peter dem Ersten gegründet. War Lieblingswohnsitz des Kaisers Friedrich II, der das Castel del Monte konstruiert hat.
Bari – Hauptstadt der Provinz Apulien und ist ca. 4000 Jahre alt. Die ersten Siedlungsspuren findet man in der St.-Peter-Kirche. Im dritten Jahrhundert vor Christus wurde Bari von griechischen Siedlern besiedelt, die die Stadt Barion nannten. Die Stadt hat viel zu bieten. Das Museo Archeologico Nazionale in der Universität am zentralen Platz Piazza Umberto I in der Neustadt von Bari zeigt Ausgrabungsgegenstände aus ganz Apulien mit dem Schwerpunkt griechische-römische Objekte. Sehenswert ist in der Kathedrale von San Sabino der normannische Ornamentschmuck und in der Krypta steht ein byzantinisches Madonnenbild. Und die in der Zeit von 1087 bis 1197 im romanischen Stil errichtete Wallfahrtskirche Kirche San Nicola. In der Krypta werden die Gebeine des Heiligen Nikolaus aufbewahrt. Die Kirche ist den Dominikanern anvertraut; in der Krypta befinden sich Möglichkeiten für einen katholischen wie einen orthodoxen Gottesdienst. Das Grab des Heiligen Nikolaus wird in der Orthodoxie stark verehrt und es findet eine große Pilgerbewegung statt. Im Museum Pinacoteco Provinciale sind Gemälde und Kunstwerke aus dem 11. bis 20. Jh. aufbewahrt.
Barletta –Sehenswert sind der Dom aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, ein Kartell der Staufer aus dem 13. und 16. Jh. und der so genannte Koloss von Barletta, eine Bronzestatue eines römischen Kaisers aus dem 5. Jahrhundert. Im Südwesten der Stadt liegt das Schlachtfeld von Cannae.
Brindisi – Besitzt einen großen Seehafen und wurde deswegen sehr bedeutend. Friedrich II ließ ein Schloss bauen um den inneren Hafen zu schützen. Sehenswert sind die baptistische Kirche Sepolcro und das heutige Museum San Giovanni.
Gallipoli – Als Sehenswürdigkeiten zählt die Kathedrale (1629-1696) und das Kastell (13. Jahrhundert - 17. Jahrhundert). Die Stadt wurde von griechischen Kolonisten als Kallipolis gegründet, wurde 266 v. Chr. römisch und im 11. Jahrhundert normannisch. Die Altstadt, auf einer Felseninsel gelegen, ist durch eine Brücke mit der auf dem Festland gelegenen Neustadt verbunden.
Lecce – Im Umland von Lecce wird ein weicher Tuffstein abgebaut, der die rasche Ausbreitung des salentinischen Barocks möglich machte, dessen zahlreiche Bauwerke in der Stadtmitte aber auch die Piazza del Duomo und das römische Amphitheater zu bewundern sind. Wegen des der Stadt eigenen „barocco leccese“ wurde sie auch schon das „Florenz des Rokoko“ genannt. Eines der berühmtesten Beispiele des Barockstils von Lecce ist die Fassade der Basilika Santa Croce.
Lucera – Das Castel Lucera unter Friedrich II., das römische Amphitheater aus der Zeit des Kaisers Augustus, die gotische Kathedrale dell' Assunta aus dem frühen 14. Jh. und das Museum Civico "G. Fiorelli" sind sehenswert.
Manfredonia - Das mittelalterliche Schloss des Hauses Anjou-Plantagenet und Teile der Stadtmauer sind gut erhalten. In der Kirche S. Domenico befindet sich die Kapelle der Magdalena, die alte Zeichnungen aus dem 14. Jahrhundert enthält. Drei Kilometer im Südwesten befindet sich die Kathedrale S. Maria Maggiore di Siponto, die 1117 im romanischen Stil erbaut wurde. S. Leonardo nahe Foggia, das dem Deutschen Orden gehörte, entstand zur selben Zeit. Es markiert die Stelle, an der sich früher Siponto befand, der Hafen von Arpi, das 194 v. Chr. römische Provinz wurde. Eine Sammlung daunischer Stelen ist im Archäologischen Museum von Manfredonia zu besichtigen.
Otranto - Man kann die Kathedrale mit den Mosaiken (1163-1165) besichtigen sowie die Burg. Weiterhin gibt es die byzantinische Kirche San Pietro.
Trani – Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale San Nicola Pellegrino, das Castello Svevo (deutsch Schwabenkastell), ein Bau Friedrichs II. von Hohenstaufen, das Kloster Colonna, die Kirche Ognissanti (Templerhospiz) und die sechs Meilensteine der Via Traiana.